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Wachstumsmarkt Alter

Innovationen für die Zielgruppe Fünfzig Plus

AutorGerrit Reepmeyer, Oliver Gassmann
VerlagCarl Hanser Fachbuchverlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl238 Seiten
ISBN9783446408197
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis23,99 EUR
Produkte und Dienstleistungen, welche sich an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren, sind derzeit noch Mangelware, bilden aber einen enormen Wachstumsmarkt. Wie Sie von diesem Markt profitieren können, zeigt Ihnen dieses Praktikerbuch. Die Autoren beschreiben, mit welchen Mitteln und Strategien die Konsumwünsche der Generation 50 plus und die Entwicklungen in den unterschiedlichen technischen Disziplinen zusammengebracht werden können. Denn nur wer beide Aspekte miteinander verbinden kann, hat die Nase vorn beim König Kunde der Zukunft!

- Neue Märkte erfolgreich erobern
- Mit Strategie zu innovativen Produkten
- Mit vielen Beispielen

Die Autoren

Prof. Dr. Oliver Gassmann ist seit 2002 Professor für Technologiemanagement und Direktor des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Er ist Mitglied diverser wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Beiräte. Prof. Gassmann leitet die Initiative „Innovation for Successful Ageing" der KTI/CTI im Auftrag des Bundes der Schweiz. 1996–2002 war er bei der Schindler Aufzüge AG tätig, seit 1998 ist er als Vice President für die Leitung der Forschung und Vorentwicklung im Schindler-Konzern verantwortlich. Zuvor Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim und Promotion mit höchster Auszeichnung an der Universität St. Gallen. 1998 Auszeichnung durch den RADMA-Prize in Manchester, U.K. Prof. Gassmann ist Autor, Ko-Autor und Herausgeber von zehn Büchern und über 120 Fachpublikationen im Bereich Technologie- und Innovationsmanagement in internationalen Zeitschriften. Seine Arbeiten sind in Deutsch, Englisch, Japanisch und Chinesisch erschienen.

Dr. Gerrit Reepmeyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Gassmann am Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, wo er im Herbst 2005 mit höchster Auszeichnung promovierte. Momentan befindet er sich als Visiting Scholar an der Columbia Business School in New York. Vor seiner Tätigkeit in St. Gallen hat Herr Reepmeyer als Manager bei der Venture-Capital-Firma Knowledge- Cube ebenfalls in New York gearbeitet. Herr Reepmeyer hat einen Abschluss als Wirtschaftsingenieur von der Technischen Universität Berlin sowie einen Master of Science in Management vom Stevens Institute of Technology in Hoboken, USA. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Innovationsmanagement mit spezieller Berücksichtigung der pharmazeutischen Industrie. Herr Reepmeyer hat bisher zwei Bücher, drei Buchkapitel und zehn Artikel im Bereich Innovations- und Technologiemanagement veröffentlicht.

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Kapitelübersicht
  1. Geleitwort, Vorwort und Inhaltsverzeichnis
  2. 1 Eine alternde Gesellschaft als Wachstumschance
  3. 2 Märkte für ältere Menschen
  4. 3 Technologien als Basis neuer Produkte
  5. 4 Unternehmen als Treiber von Innovationen
  6. 5 Altern ist unsere Zukunft
  7. 6 Anhang: Attraktive Felder für altersgerechte Innovationen
  8. Literatur
  9. Internetseiten und Index
Leseprobe
2 Märkte für ältere Menschen (S. 32-33)

Die 50-plus-Generation redet heute ein gewichtiges Wort mit, wenn es um Absatzzahlen und Umsatzentwicklungen bei Unternehmen geht. Gleichzeitig belegen zahlreiche empirische Studien, dass der Kunde vielfach die zentrale Quelle für innovative Produkte darstellt (vgl. Lüthje 2003). Erfolgreiche Innovationen sind daher bei Firmen zu beobachten, welche sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kunden auseinander setzen. Studienübersichten finden sich bei Johne und Snelson (1988), Lilien und Yoon (1989), Köhler (1993), Balachandra und Friar (1997), Gruner (1997), Rothwell et al. (1974) sowie Cooper (1986 und 1979). Viele Unternehmen scheinen jedoch immer noch die Gruppe der älteren Menschen bei der Produktplanung zu vernachlässigen. Dies überrascht, denn allein aufgrund ihrer Größe stellt diese Gruppe ein erhebliches Marktpotential dar. Die Erschließung dieses Marktpotentials erfordert daher eine eingehende Untersuchung der Marktteilnehmer, denn sie sind diejenigen, welche die Produkte nachfragen, kaufen und nutzen. Aus demographischer Sicht sind die folgenden drei Faktoren bei der Untersuchung des Marktes für ältere Menschen relevant: die Kaufkraft der potentiellen Konsumenten, die Bedürfnisse der angesprochenen Zielgruppe sowie ihr Konsumverhalten.

2.1 Kaufkraft: Große Marktmacht der 50-plus- Generation

Die demographische Entwicklung hat einen starken Einfluss auf das Erwerbsverhalten einer Gesellschaft und somit auf ihre Kaufkraft. Gesellschaften, in denen ein hoher Anteil der Bevölkerung im Arbeitsleben steht, verfügen in der Regel über eine höhere Kaufkraft als Gesellschaften, in denen weniger Menschen in einem geregelten Arbeitsverhältnis stehen. In Deutschland, der Schweiz und vielen anderen europäischen Ländern wird jedoch in den kommenden Jahren ein Rückgang des Erwerbspersonenpotentials erwartet. Die rückläufige Generativität und das steigende Durchschnittsalter führen zu einer merklichen Reduzierung des maximal verfügbaren Angebots an Arbeitskräften. In Deutschland verlassen beispielsweise schon heute – teilweise als Folge günstiger Vorruhestandsregelungen – jährlich rund 200.000 mehr ältere Arbeitnehmer den Arbeitsmarkt als Nachwuchskräfte nachrücken (vgl. DB Research 2002).

Die Verluste der arbeitenden Bevölkerungsgruppe gehen in der Regel mit einem Nachfrageausfall einher, da das Einkommen in der nachberuflichen Phase geringer ausfällt als zuvor. Es wird zwar erwartet, dass der Rückgang der Erwerbspersonen durch eine Anpassung des Lohnniveaus kompensiert wird, es ist jedoch fraglich, ob die Produktivität der im Durchschnitt immer älteren Arbeitnehmer im adäquaten Maß zunimmt, um die negativen Auswirkungen auf den Arbeits markt – und somit die Kaufkraft der Gesellschaft – zu kompensieren. Neben den reinen Mengeneffekten aufgrund der Alterung der Erwerbspersonen kommt es aber auch zu einer strukturellen Veränderung der Kaufkraft einer Gesellschaft aufgrund der Verschiebung der Altersstruktur. Auch wenn das verfügbare Einkommen nach der Pensionierung in vielen Fällen abnimmt, verfügen ältere Menschen in der Regel über relativ hohe Vermögenswerte, welche sie im Laufe ihres Lebens angesammelt haben. Die Kaufkraft der älteren Menschen kann daher generell als relativ hoch angesehen werden. Laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes (2003b) haben Haushalte in Deutschland, deren Haupteinkommensbezieher zwischen 45 und 54 Jahren alt ist, mit 3.383 € pro Monat das höchste Nettoeinkommen. Das Einkommen der 55- bis 65-Jährigen liegt mit 3.015 € pro Monat immer noch über dem Durchschnitt aller Haushalte (2.771 €). Selbst die 65- bis 70-Jährigen und die 70- bis 80-Jährigen sind mit 2.509 € und 2.025 € noch relativ gut situiert (vgl. Bild 2.1).
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Vorwort8
Inhalt10
1 Eine alternde Gesellschaft als Wachstumschance12
1.1 Alter als neues Paradigma für die Wirtschaft13
1.2 Demographisches Potential in Europa15
1.3 Wer sind die älteren Menschen?20
1.4 Das heutige Bild des Alterns23
1.5 Potential neuer Produkte für ältere Menschen29
1.6 Gründe für die bisherige Zurückhaltung der Unternehmen33
1.7 Bedingungen für den Erfolg altersgerechter Innovationen36
1.8 Fazit: Als Unternehmen vom demographischen Wandel profitieren40
2 Märkte für ältere Menschen42
2.1 Kaufkraft: Große Marktmacht der 50-plus- Generation43
2.2 Bedürfnisse:Vorstellungen und Wünsche älterer Menschen46
2.3 Konsum: Besonderheiten beim Kaufverhalten von Senioren70
2.4 Fazit: Hohes Potential und Besonderheiten des Marktes erkennen79
3 Technologien als Basis neuer Produkte82
3.1 Bereiche: Gerontotechnologie als neuer Technologiebereich83
3.2 Applikationen: Anwendungen für altersgerechte Innovationen93
3.3 Akzeptanz:Annahme von neuen Technologien104
3.4 Fazit: Existierende und neue Technologiepotentiale nutzen124
4 Unternehmen als Treiber von Innovationen126
4.1 Strategie: Universal Design als neues Paradigma128
4.2 Gestaltung: Erfolgreiche Konzeption altersunabhängiger Produkte143
4.3 Kommunikation: Richtige Ansprache älterer Menschen151
4.4 Fazit: Neue Strategien für die Produkte von morgen einsetzen161
5 Altern ist unsere Zukunft164
5.1 Zentrale Thesen zu Wirtschaft und Alter165
5.2 Ausblick und Trends für den Markt der Zukunft167
6 Anhang: Attraktive Felder für altersgerechte Innovationen170
6.1 Pharmazie172
6.2 Nahrungsmitteltechnologie176
6.3 Medizinaltechnik180
6.4 Telemedizin187
6.5 Haus- und Haushaltstechnologie192
6.6 Alltagstechnik198
6.7 Transportmittel und Fortbewegungssysteme204
6.8 Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologie208
6.9 Betreuung und Pflege211
6.10 Freizeit, Sport und Bildung216
Literatur222
Internetseiten231
Index232
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