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E-Book

Produktdesign in der chemischen Industrie

Schnelle Umsetzung kundenspezifischer Lösungen

AutorWilfried Rähse
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl345 Seiten
ISBN9783540681151
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis104,99 EUR

Vorstände, Entscheider und Entwickler in der chemischen Industrie müssen sich in zunehmendem Maße mit Produktdesign beschäftigen. Produkte, die in Leistung, Handhabung und Gestaltung exakt Kundenvorstellungen entsprechen, bringen die notwendigen Wettbewerbsvorteile. Unternehmen möchten mit Innovationen neue Märkte erobern und/oder die erreichte Marktposition stärken. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie hierfür geeignete Produktideen entwickeln.



Wilfried Rähse war bei der HENKEL KGaA als Direktor im Bereich der Verfahrensentwicklung 'Waschmittel' tätig. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen im Bereich der Bioverfahrenstechnik ('down stream processing' von Waschmittelenzymen) und im Produktdesign sowie in der Entwicklung neuartiger Wasch- und Hautpflegemittel. Für die Zukunftssicherung des Unternehmens hat der Autor mit seinen Mitarbeitern zahlreiche Erfindungen getätigt und zum Patent angemeldet.

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Leseprobe

2. Produkt- / Herstellermarken und Strategien (S. 27-28)

Nach dem Markengesetz (MarkenG) ist die Marke ein Zeichen zur Unterscheidung von Waren und Dienstleistungen verschiedener Unternehmen (Herkunftsfunktion). Die Marke ist auch unter dem Begriff „Warenzeichen" bekannt. Der ältere Begriff des Warenzeichens wurde 1995 im Verlauf einer Markenrechtsreform durch die „Marke" ersetzt. Trotzdem sind beide Begriffe in der Literatur weiterhin gebräuchlich. Amtlich registrierte Marken (Registermarke, § 4 Nr. 1 MarkenG) werden mit einem ® gekennzeichnet, während nicht eingetragene Marken häufig mit der Bezeichnung TM für Trademark (Handelsmarke) versehen werden. Zur Vereinfachung werden Markennamen im Folgenden stets in kursiver Schrift dargestellt.

Eine Herkunftsbezeichnung wie „Made in Germany" wurde ursprünglich nicht als Qualitätssymbol eingeführt, sondern sollte britische Waren vor den als minderwertig geltenden deutschen Produkten schützen. Durch hochwertige Maschinen, Apparate und Fahrzeuge erreichte die Markierung den gegenteiligen Effekt und wurde über viele Jahre zum verkaufsfördernden Symbol für Qualität.

Das deutsche Patent- und Markenamt kennt eine Vielzahl von Marken. Hier werden nur die im täglichen Leben auffälligen

Wort-
Bild- und
Bild-/Wortmarken
(Hologramme)
dreidimensionale Gestaltungen (Form,Verpackung)
Farben und Farbzusammenstellungen

diskutiert, insbesondere die durch Eintragung in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in München geschützten Marken ®. Eine Marke kann auch durch Benutzung entstehen, wenn die Ware oder Dienstleistung Verkehrsgeltung erworben hat und einem Hersteller zugeordnet wird (Benutzungsmarke, § 4 Nr.2 MarkenG). Ferner kann durch notorische Bekanntheit (Notorietätsmarke § 4 Nr. 3 MarkenG) ein Markenschutz entstehen.

(Die Informationen wurden dem Wikipedia/ Warenzeichen mit Stand vom 16.2.2006 entnommen.)

2.1 Einsatz von Marken für Gebrauchs- und Verbrauchsprodukte

Hochwertige Konsumgüter aber auch Investitionsgüter werden oftmals unter einem Marken- oder einem markenadequaten (Künstler-) Namen vertrieben. Der Kunde kauft nicht ein Bild, sondern einen Andy Warhol, nicht eine Uhr, sondern eine Rolex, nicht ein Auto, sondern einen Golf, kein einfaches Waschmittel, sondern Persil. Die Marke, bekannt gemacht über das Radio und den Fernseher, über die Printmedien und Werbeplakate, steht für drei verschiedene Funktionen:

* Marke als gewerbliches Schutzrecht.

Das Unternehmen meldet eine Wort- oder eine Bildmarke oder ihre Kombination für das Produkt/ die Produkte (Hersteller-, Dienstleistungs- oder Handelsmarke) in Deutschland beim Deutschen Patent- und Markenamt in München an. Diese wird in das Markenregister eingetragen. Die Marken dürfen keine allgemein gebräuchlichen Begriffe, wie Weizenbier, sondern sollen phantasievolle Begriffe sein (wie Liquits für portionierte Flüssigwaschmittel). Die Marke darf nach Erteilung exklusiv genutzt werden. Entgegenhaltungen oder Einwände können Inhaber von Marken mit älterem Zeitrang (meist Mitwettbewerber) innerhalb von 3 Monaten beim Deutschen Patent- und Markenamt nach der Veröffentlichung erheben. Nach dem Madrider Markenabkommen und Madrider Protokoll (MMA und PMMA) können nationale Marken international angemeldet (IR-Marke) werden. Der Schutz in den Mitgliedstaaten wird nach deren nationalen Gesetzen gewährt. Das Recht verfällt nach 10 Jahren, kann durch Zahlung von Gebühren beliebig verlängert werden.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Inhaltsverzeichnis9
1. Gestaltungen in der Natur, Design in der Kunst und in der Industrie13
1.1 Bionik13
1.2 Konsum- und Industriegüter19
2. Produkt- / Herstellermarken und Strategien39
2.1 Einsatz von Marken für Gebrauchs- und Verbrauchsprodukte40
2.1 Einsatz von Marken für Gebrauchs- und Verbrauchsprodukte40
2.2 Markenstrategien der Unternehmen48
2.2.1 Dachmarkenstrategie mit dem Unternehmensnamen49
2.2.2 Dachmarkenstrategie unter einem Produktnamen55
2.2.3 Einzelmarkenstrategie59
2.2.4 Mehrmarken- und Mehrmarkenfamilienstrategie62
3. Bedeutung der Marke75
3.1 Markentypen77
3.2 Markenwert78
3.3 Aufbau einer Marke80
3.4 Übertragung von Marken82
3.5 Gütezeichen86
4. Funktionen der Verpackung87
4.1 Verpackungen bei Konsumgütern88
4.2 Verpackung bei Industriegütern93
4.3 Chemische Einflüsse96
4.4 Kunststoffverpackungen98
4.5 Verpackungsformen und Materialien100
4.6 Beispiele für Verpackungen102
5. Marken in der chemischen Industrie107
5.1 Definition und Einsatz107
5.2 Spezialchemie, Biotechnologie und Pharmazie108
5.3 Kosmetische Industrie109
5.4 Wertigkeit von Produktbezeichnungen und Marken111
5.5 Marken bei Maschinen- und Apparateherstellern113
5.6 Design von Maschinen und Apparaten121
6. Marke und Design131
7. Produkte der chemischen Industrie135
8. Ästhetische (Chemie-)Produkte143
8.1 Design von reinen Chemieprodukten143
8.2 Natursteine und Platten146
8.3 Autoreifen152
8.4 Papier153
8.5 Gestaltung von kosmetischen Cremes154
8.6 Wasser159
8.7 Innovationen und Diskussion des Produktdesigns163
8.8 Beispiele für einfache Produktgestaltungen chemiebasierter Produkte173
9 Produktdesigns in Forschung und Entwicklung175
9.1 Gestaltete Produkte175
9.2 Innovationsfelder177
9.3 Einbeziehung des Produktdesigns178
9.4 Einbeziehung der Verfahrensingenieure181
10. Aufgabenverteilung in der Produktentwicklung185
10.1 Interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit in der Produktentwicklung185
10.2 Produktleistung durch die Chemie186
10.3 Produktgestaltung durch die Verfahrensentwicklung189
10.4 Marketingaktivitäten während der Produktentwicklung192
11. Interaktionen zwischen den Kunden und den Produzenten197
11.1 Sicht der Kunden197
11.2 Produzent198
12. Unterschied zwischen Produktdesign und Product- Engineering201
12.1 Kundenbedürfnisse201
12.2 Definition des Produktdesigns202
12.3 Product Engineering204
12.4 Genetic Engineering206
13. Diversifizierung: Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte209
13.1 Arten der Diversifizierung209
13.2 Laterale Diversifizierung211
13.3 Vertikale Diversifizierung212
13.4 Horizontale Diversifizierung214
13.5 Diversifizierung in Zwischenbereiche214
13.6 Marketing-Mix215
14. Entwicklung von Produkten221
14.1 Generieren von Produktideen222
14.2 Ablauf von Entwicklungen228
14.3 Verkürzung der Entwicklungszeiten230
14.4 Spezifikationen236
15. Bewertung der Innovationshöhe und der Marktattraktivität von Produktideen237
15.1 Innovations-„Thermometer“ und „-Barometer“237
15.2 Beispiel für die Bewertung von Innovationshöhe und Marktattraktivität243
16. Systematik des Produktdesigns245
16.1 Ausgangsstoffe245
16.2 Formen und Technologien246
16.3 Feststoffe als Ausgangsmaterial250
16.4 Schmelzbare Feststoffe266
16.5 Flüssigkeiten als Ausgangsmaterial272
16.6 Gele, Lösungen, Suspensionen und Pasten278
16.7 Kristalle als Ausgangsmaterial282
16.8 Tabletten und andere Formkörper284
16.9 Formkörperhüllen286
16.10 Maßgeschneiderte Produkte289
16.11 Design-Technologien289
16.12 Verfahrensmöglichkeiten am Beispiel „Waschmittel“291
17. Abhängigkeit des Produktdesigns vom Herstellprozess und von den Maschinen und Apparaten295
17.1 Produktdesign und Technologie295
17.2 Einfluss des Herstellverfahrens296
17.3 Betriebsbedingungen300
17.4 Wahl der Maschinen und Apparate303
17.5 Einfluss der Verfahrensführung307
17.6 Einfluss der Verschaltung von Maschinen und Apparaten (M& A)324
17.7 Herstellung ästhetischer, partikulärer Produkte331
Literatur333
Firmenverzeichnis339
Produktverzeichnis343
Sachregister349

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