Die Pflegekräfte beim gemeinsamen Essen17 Pflegekräfte aus Südamerika in Deutschland

Im März haben fünf Pflegekräfte aus Südamerika Ihren Dienst aufgenommen. Die Pflegeeinrichtung aus Springe suchte schon seit einiger Zeit nach Altenpflegern und holte sich schließlich Verstärkung aus Kolumbien. In den letzten Jahren wurde es zunehmend schwer, Pflegekräfte zu gewinnen. Die steigende Zahl an Pflegeeinrichtungen und der demografische Wandel führten zu einem Fachkräftemangel in der Pflege. Einer größer werdenden Anzahl an Pflegebedürftigen standen immer weniger Pflegekräfte gegenüber. Der Markt ist heiß umkämpft. Wenn Pflegeeinrichtungen eröffnen, stehen die Betreiber vor dem immer gleichen Problem: Woher bekommt man das Personal? Dieser Frage musste sich auch die Pflegeeinrichtung Wohnpark Beethovenstraße in Springe stellen. Der Wohnpark ist einer von weiteren zwei Pflegeeinrichtungen, der von der Gesellschaft VIT in Bremen betrieben wird. Schon im Vorfeld der Eröffnung zeigte sich, dass die Stellenausschreibungen ins Leere führten. Der Wohnpark Beethovenstraße eröffnete im Jahr 2015 seine Tore. Jedoch mussten einige Betten leer bleiben, da das Personal fehlte. Obwohl die Arbeitsbedingungen sehr gut waren, meldeten sich kaum Bewerber. Mit diesem Problem steht die Betreibergesellschaft nicht alleine da.

In Deutschland, so schätzt der bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.) , fehlen derzeit mehr als 30.000 Pflegekräfte. Besonders in ländlichen und kleinstädtischen Einrichtungen wie in Springe fehlt das Personal. Die Betreibergesellschaft suchte mehr als 30 Pflegekräfte. In zwölf Monaten stellten sich jedoch nur drei Pflegekräfte vor. Der Fachkräftemangel wurde zu einem unkalkulierbaren Risiko. So ging die Bremer Betreibergesellschaft ungewöhnliche Wege und engagierte schließlich einen spezialisierten Personalvermittler für die Vermittlung aus Südamerika, genauer gesagt aus Kolumbien. Kolumbien ist zwar bekannt für Musik, Lebensfreude und karibische Strände. Neben heißen Salsa-Rhythmen hat das Land aber noch andere Dinge zu bieten: gut ausgebildete Pflegekräfte. Und hier schließt sich der Kreis, denn was es in Bogotá zu Genüge gibt, ist in Deutschland Mangelware. Hinzu kommt, dass Südamerika über eine hervorragende Ausbildung verfügt. Während es in Deutschland eine dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege ist, studiert man in Südamerika fünf Jahre Pflegewissenschaften. Das Studium wird in Deutschland anerkannt. Der Geschäftsführer aus Bremen: „Das passt gut, auch im Hinblick auf den kulturellen Background“.

Im März kamen nun die ersten Pflegekräfte an. Adrian, Diana und Sofia freuen sich über die Herausforderung und darüber, dass sie einen sinnvollen Beitrag zur Pflege leisten können. Dafür wurden Sie schließlich ausgebildet. Die Südamerikaner kommen sehr gut bei den Bewohnern an: „Sie bringen gute Laune mit und auch wenn sie noch nicht alles verstehen, haben Sie doch immer ein Lächeln auf den Lippen“. Das bestätigte auch die Heimleitung: „Sie lernen schneller Deutsch als wir dachten. Sie sind sehr fleißig und die Bewohner freuen sich über die Verstärkung aus Kolumbien“.

Und was sagen Adrian, Diana und Sofia: “ es ist viel besser als wir uns das vorgestellt haben. Die Bewohner sind sehr freundlich, die Pflegedienstleitung (Das Wort kennen sie schon. Anm. der Redaktion) gibt sich viel Mühe. Wir sind glücklich und freuen uns schon auf die neuen Kollegen“. Am 29.03.19 wurden zwei weitere Kolleginnen aus Kolumbien vom Flughafen abgeholt. Diana und Jenny sind nach der langen Reise zwar noch etwas müde, freuen sich aber schon auf die Herausforderung und „das Abenteuer Deutschland“. Die fünf Pflegekräfte sind erst der Anfang, denn die Bremer Betreibergesellschaft hat den Personalvermittler TTA mit der Vermittlung von weiteren zwölf Pflegekräften beauftragt. „Wir benötigen drei Monate, bis die Pflegekräfte in Deutschland ankommen“, so der Personalvermittler Nordt.

So freuen sich derzeit die Wohnparks in Ganderkesee und Cloppenburg auf die Verstärkung aus Kolumbien. Der Personalvermittler Milán weiß zu berichten, dass „Südamerika ein Markt der Zukunft ist: Kolumbianische Salsa statt leerstehende Betten“. Hier passt die Motivation und die Ausbildung. Die Pflegebedürftigen dürfen sich über einen neuen Schwung aus Südamerika freuen. „Wir gehen von einem Potenzial von mehreren Hundert Pflegekräften aus“, so sein deutscher Kollege, Oliver Nordt.

Personaldienstleister für die Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika.

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