Als einer der herausragendsten Künstler, der eine hohe Popularität erlangt hat, sind die Bilder von Caspar David Friedrich auch heute noch in vielen Köpfen unvergessen. Denn wie das mit großer Kunst meist so ist, entfaltet sie ihre volle Schönheit meist erst nach dem Ableben des Künstlers und wird dann so richtig wertgeschätzt. Somit ist der Name Caspar David Friedrich gerade heute vielen Menschen ein Begriff, die dann gleich Bilder wie „Der Watzmann“ oder „Der Abend“ live vor ihrem inneren Auge sehen. Doch am berühmtesten ist und bleibt wohl immer noch der „Kreidefelsen auf Rügen“.

Die Werke von Caspar David Friedrich erwecken bei vielen Deutschen auf eine Art vergessene Heimatromantik, die das Malergenie in seinen Werken so wunderbar einfangen konnte. Denn Caspar David Friedrich hat nicht nur die Kunstwelt zu seiner Zeit und auch noch nach seinem Ableben revolutioniert, sondern mit seinen Gemälden auf Öl auch die Herzen der Betrachter im Sturm erobert. Zudem wird der Künstler auch als ein Rätsel der Kunsthistorie Deutschlands verstanden, was dafür sorgt, dass seine Gemälde auch heute noch im Gespräch bleiben.

Denn nicht alles, was Caspar David Friedrich auf der Leinwand festhielt, war auch auf den ersten Blick schön. So verstand der Künstler es nämlich auch besonders Abgründe in einem seltsam magischen Licht darzustellen, was zu einer endlosen Faszination beim Betrachter führt. So wird nämlich ein ganzes Spektrum der Gefühle erweckt, was Kunstliebhaber sowohl heiß als auch kalt erschaudern lässt. Da wären zum Beispiel die Eisschollen, die sich seltsam sinnlich in ein Ganzes fügen. Viele denken hier bereits an den Dekonstruktivismus, von dem Caspar David Friedrich damals aber noch nichts gewußt haben konnte. Wie alle großen Künstler, war er seiner Zeit also oftmals um ganze Meilen voraus.

Auch nach seinem Tod macht Caspar David Friedrich zudem mit Kuriositäten Schlagzeilen. So war dies zum Beispiel Ende 2005 der Fall, als das Landgericht Hamburg endlich damit anfangen konnte, das Verschwinden eines der berühmten Gemälde des Künstlers aufzuklären. Das Gemälde, welches hierbei zur Debatte stand, nennt sich „Nebelschwaden“ und hat somit erneut dafür gesorgt, dass der Name Caspar David Friedrich wieder in aller Munde ist. Denn das aus dem Besitz der Hamburger Kunsthalle stammende Werk wurde 1994 aus einer Sonderausstellung entwendet. Denn wie für Museen üblich, werden Gemälde unter einander verliehen und so auch dieses Werk, was seinen Weg allerdings lange nicht wieder nach Hamburg fand. Sogar eine Art Lösegeld im Rahmen von 250 000 Euro sei damals wohl gefordert worden. Doch zum Glück konnte das Bild seinen Weg zurück in die richtigen Hände finden und die Popularität von Caspar David Friedrich wurde damit auch nach seinem Tod nur noch einmal erneut gesteigert. Denn wenn Werke wie diese entwendet werden, so ist dies doch auch ein trauriger Ausdruck des Interesses an den Werken des Künstlers.

Durch dieses Interesse begründet sich auch das Anwachsen der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, die ihre Ausstellung zum Künstler immer weiter ausgeweitet hat. Das 2004 im historischen Örtchen Seifensiederei eröffnete Zentrum wurde nämlich gerade erst im vergangenen Jahr immens ausgeweitet. Dort wird an einen der wohl bekanntesten Söhne der Stadt Greifswald erinnert und sein Wirken dokumentiert. Hier können Kunstliebhaber auf den Spuren des großen Malers wandeln und sich einen Einblick in dessen Schaffen erlauben. Doch auch die Rezeptionsgeschichte der Werke wird hier aufgegriffen. Denn wie das bei der Kunst meist der Fall ist, werden die Werke ein und desselben Künstlers in verschiedenen Epochen unterschiedlich gehandelt. So haben die romantischen Werke von Caspar David Friedrich ihre Wirkung über die Jahre also nicht immer genau so entfaltet, wie das in der heutigen Zeit der Fall ist. Denn seine Bildkompositionen erwecken gerade in einer modernen Welt viel Sehnsucht, die das Herz von Kunstliebhaber oftmals seltsam schön erfüllt.

Gerade weil viele von Caspar David Friedrichs Gemälden die Natur in ihrer zerbrechlich romantischen und oft auch rohen Schönheit darstellen, finden immer noch große Mengen an Kunstdrucken den Weg in die Haushalte in der ganzen Nation. Die emotionalisierte Natur lässt viele Träume mitschwingen und lädt so zu den ganz großen Gefühlen ein. Die von Friedrich eingeführten Transparenzgemälde, mit denen er seiner Zeit um ein Vieles voraus war, lassen sich leider nur schwer auf Kunstdrucken festhalten. Doch einmal einen eigenen und originalen Caspar David Friedrich zu erhalten ist so gut wie ein Ding der Unmöglichkeit. Die Gemälde finden nur sehr selten den Weg zur Auktion und werden, wie auch die Werke von vielen anderen Künstlergenies, für Unsummen gehandelt. Denn ein Werk von Caspar David Friedrich bedeutet auch ein Stück deutsche Kunstgeschichte, was es damit zu einem ausgesprochenen Kulturgut macht. Und so lebt der Künstler, der sich oft in den Figuren in seinen Bildern wiedererkennen lässt, auch noch so lange nach seinem Ableben in den deutschen Köpfen weiter. Denn Gemälde wie der „Kreidefelsen auf Rügen“ oder die „Ansicht eines Hafens“ haben diesen Mann für immer unsterblich gemacht.

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