Sportliche Teenager fühlen sich gesünder und sind zufriedener mit ihrem Leben

Erste wissenschaftliche Studie zeigt physische und psychische Vorteile durch sportliche Betätigung bei 12- bis 14-jährigen Jugendlichen

New York / Heidelberg, 22. September 2010

Sportliche Betätigung ist für junge Teenager in jeder Hinsicht von Vorteil: Physisch, sozial und psychisch, wie eine neue wissenschaftliche Studie1 von Dr. Keith Zullig und Rebecca White von der West Virginia University in den USA zeigt. Ihre Forschungsarbeit verdeutlicht, dass sich die Jugendlichen in der Mittelstufe gesünder fühlen und zufriedener mit ihrem Leben sind, wenn sie körperlich aktiv und Mitglied in einer Sportmannschaft sind. Der Artikel von Zullig und White erscheint online im Fachjournal Applied Research in Quality of Life von Springer.

Obwohl die Vorteile körperlicher Aktivität bei Teenagern gut dokumentiert sind, wurden Mittelstufenschüler bei der Forschung zur körperlichen Aktivität von Jugendlichen bisher kaum in Studien einbezogen. Die Autoren untersuchten zum ersten Mal gleichzeitig die Beziehung zwischen körperlicher Betätigung (einschließlich Teilnahme an sportlichen Aktivitäten), Lebenszufriedenheit und der Selbsteinschätzung des Gesundheitszustands bei 245 Schülern der Mittelstufe in der siebten und achten Klasse. Die 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wurden gebeten, Fragebögen zur Bewertung ihres Bewegungsverhaltens sowie ihrer Lebenszufriedenheit auszufüllen und ihren eigenen Gesundheitszustand zu beschreiben.

Bei den Jungen zeigte sich, dass viel Bewegung keinen Effekt auf ihre eigene Lebenszufriedenheit oder die Selbsteinschätzung ihrer körperlichen Verfassung hatte. Die Mädchen, die sich in der Woche vor der Befragung viel bewegt hatten, zeigten eine deutlich höhere Zufriedenheit mit ihrem Leben im Vergleich mit den Mädchen, die nicht aktiv waren. Intensives Training hat allerdings keinen Effekt auf die Selbsteinschätzung ihres Gesundheitszustands.

Die Mitgliedschaft in Sportteams stand bei Jungen und Mädchen in Verbindung mit einer erhöhten Lebenszufriedenheit. Darüber hinaus beschrieben Jungen fünfmal häufiger und Mädchen dreißigmal häufiger ihre Gesundheit als mittelmäßig/schlecht, wenn sie nicht in Sportteams spielten.

Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung: „Unsere Studie zeigt, wie vorteilhaft es ist, als Jugendlicher Sport zu treiben und so den eigenen Gesundheitszustand und die Lebenszufriedenheit an einem entscheidenden Punkt der Entwicklung selbst einzuschätzen. Unsere Ergebnisse belegen, dass die Mitgliedschaft in Sportteams die Verbundenheit mit der Schule, soziale Unterstützung und die Verbindung zwischen Freunden und Mitspielern verbessern können.“

Quellenangabe
1. Zullig KJ & White RJ (2010). Physical activity, life satisfaction, and self-rated health of middle school students. Applied Research in Quality of Life; DOI 10.1007/s11482-010-9129-z

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