Aufkleber 40 x 60.jpg

„Deutschland hat die besten Jahre noch vor sich – so Bundeskanzlerin Angela Merkel vor mehr als einem Jahr. Jetzt liegt es in den Händen der künftigen schwarz-gelben Regierungskoalition, diese Prognose auch in die Tat umzusetzen.“ Mit diesen Worten kommentierte Bernd-M. Wehner, Vorsitzender des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), das Ergebnis der Bundestagswahl. Gleichzeitig fordert der katholische Sozialverband von der künftigen Regierung der Idee „Soziale Marktwirtschaft“ und vor allem ihrer Umsetzung zu einer Renaissance zu verhelfen.

„Deutschland hätte in den 50er Jahren nicht das Wirtschaftswunder in der Sozialen Marktwirtschaft erlebt, wären die Väter dieser Idee nicht von den Grundsätzen der christlichen Soziallehre überzeugt gewesen. Personalität, Solidarität und Subsidiarität sind auch heute noch die tragenden Säulen eines nachhaltig wirtschaftenden Marktes“, so Wehner weiter.

Hierzu gehöre auch, dass die Familie als „Keimzelle einer funktionierenden Gesellschaft“ wieder den Stellenwert erhalte, der ihr nach dem Grundgesetz zukomme. So müssten vor allem Familien mit Kindern wieder spüren, dass sie von der Gesellschaft anerkannt und nicht als Exoten belächelt würden. „Der Staat darf dieses Grundrecht nicht dadurch unterlaufen, indem er durch gezielte Fördermaßnahmen dazu beiträgt, dass de facto nur noch die Erziehung von Dritten gefördert bzw. der Schwerpunkt auf die Gewährung von Sachleistungen gelegt wird.“ Aus diesem Grund fordert der KKV erneut, dass alle Maßnahmen des Staates so auszulegen seien, dass Familien echte „Wahlfreiheit“ haben. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Müttern und Vätern bleibe eine zentrale Aufgabe für Wirtschaft und Politik.

Sozialste Tat ist, den Menschen wieder auf die eigenen Füße zu stellen

Gleichzeitig fordert der KKV die künftige Bundesregierung auf, die Eigenverantwortung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips (Hilfe zur Selbsthilfe) wieder mehr zu stärken. „Dies ist nicht unsozial, sondern das Kennzeichen einer Gesellschaft, die soziale Gerechtigkeit anstrebt. Es ist ein Kernanliegen einer funktionierenden Sozialen Marktwirtschaft.“

Sozial sei, was den Einzelnen zur Eigeninitiative ermutige und ihn zur Eigenständigkeit befähige. „Die sozialste Tat ist deshalb, Menschen wieder auf die eigenen Füße zu stellen“ so Wehner wörtlich. Soziale Gerechtigkeit und Eigenverantwortung seien demnach keine Gegensätze, sondern die zwei Seiten derselben Medaille.

Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit fast 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.

Informationen zum KKV erhält man im Internet unter www.kkv-bund.de oder in der Bundesgeschäftsstelle (Telefon: 0201 87923-0).

Impressum:
KKV-Bundesverband der Katholiken in
Wirtschaft und Verwaltung e.V.
Joachim Hüpkes
Bundesverbandsgeschäftsführer
Bismarckstr. 61 – 45128 Essen
Tel.: 0201 – 87923-12
Fax.: 0201 – 87923-33
joachim.huepkes@kkv-bund.de
www.kkv-bund.de